MagicaVoxel

Voxel-Knight

OMG – Der Hype hat mich erfasst. Isometrische Bilder oder vielmehr der isometrische Grafikstil ist seit ein paar Jahren in aller Munde, er ist tatsächlich nichts Neues. Für mich ist die Erstellung isometrischer Bilder allerdings immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Zuerst müsste ich mich stärker in das digitale Zeichnen mit meinem Wacom einarbeiten. So bin ich auch davon ausgegangen, dass es ein sehr sehr aufwändiger Prozess wäre, isometrische Ansichten in 3D zu generieren. Besonders welche im Voxel-, also im „Klötzchen“-Stil. Ich mag diesen Stil unglaublich gerne und habe etliche Ideen, was man damit machen könnte. Ehrlichgesagt habe ich die Umsetzung aber immer vor mir hergeschoben, den ich habe mich da mit Blender millionen kleine Blöcke positionieren sehen. Viel zu viel Arbeit – Besonders, wenn die Alternative darin besteht, das nächste Amigurumi zu häkeln. Irgendwer hat immer Geburtstag 😉

Aber zurück zu dem Bild. Beziehungsweise zu dem verknüpften Video, ich verlinke es hier gerne:

Author: Anna Lepeshkina (Sehr zu empfehlender Kanal)

Da steht doch MagicaVoxel im Titel? Kurz recherchiert: Es gibt ein kleines, kostenfreies! Programm zur Erstellung solcher Kunstwerke. Das musste ich sofort ausprobieren. Ich bin fast hinten über gefallen vor Begeisterung. Es wurde später am Abend und ich konnte leider nicht schlafen gehen. Da war zu viel weißer Platz auf dem Block vor mir, so viele Ideen mussten noch skizziert, so viele Videos anderer Künstler noch geschaut werden.

Der erste Eindruck des Programms ist es sehr sehr gut. Man stelle sich vor, man nutzt Blender. Reduziert um all die Funktionalitäten, die für Voxel-Art garnicht notwendig ist. Hier scheint alles sehr gut durchdacht worden zu sein. Man „malt“ die Voxel tatsächlich, wenn man die Maustasten gedrückt hält, kann man dann in alle Dimensionen ganze Flächen erstellen. Es gibt Modi zum Hinzufügen und zum Wegnehmen der Voxel. Einfärben funktioniert genauso über die „Mal“-Funktion. That’s it. Brauchen wir mehr? Der Einstieg ist sehr einfach, besonders, wenn man schon mal eine 3D Software benutzt hat. Hier sind es 20 statt 200 Buttons. Auch mal sehr beruhigend.

snap2016-06-11-22-31-48.png

Sowas lässt sich mit MagicaVoxel erstellen: Bild von: https://ephtracy.github.io/image/snap2016-06-11-22-31-48.png

Klar, gehört zu so einer 3D Software noch mehr. Alleine der Bereich des Renderings ist enorm wichtig. Aber wo man in Blender (und anderer Software) die Normalen betrachten kann, Hintergrundbilder festlegt, die Kamera und Lichter positioniert, ganze Animationen erstellt… nun, da wurde bei MagicaVoxel gespart. Zum Glück will ich sagen. Zuersteinmal: Animationen macht man hier nicht (Außer vielleicht Stop-Motion, durch die Erstellung vieler einzelner Bilder). Aber man kann das fertige Objekt in vielen Dateiformaten exportieren, die dann in einem Programm wie Blender oder Maya eingebunden und weiterverwendet werden können. Die Belichtung und die Kamerapositionierung ist auch einfach gehalten. Es gibt nur eine Kamera und die ist mein Viewport. Eine Belichtung über eine Sonne und einen Himmel ist vorhanden, die sind aber global zu sehen und können in der Intensität feinjustiert werden. Besonders, dass ich hier nicht so viele Möglichkeiten zum Einstellen finde, diese aber alle den gewohnten und gewollten Effekt erzielen und dabei noch schnell in der Oberfläche des Programms gefunden werden… Gut gemacht. Das freut mein UX-Herz 😉

Besonders geflasht bin ich von der schnell zugänglichen Weise, in der Materialien gehandhabt werden. Die Selektion der Material-Bereiche des Objekts erfolgt entweder komplett, oder man wählt die Farbe auf der Palette aus, die man den auszuwählenden Voxeln gegeben hat. Somit wird die Farbe quasi zum Material. Ein bisschen verkehrte Welt oder? Normalerweise weise ich ein Material zu, dieses bekommt dann zur besseren Visualisierung eine Farbe. Aber hey! Die Selektion geht so viel schneller und und ist dem Anwendungsziel nachempfunden. Perfekt.
Den Materialien können emmitierende, durchscheinende (Glas, inklusive Refraktion) und metallische Eigenschaften zugeteilt werden. Damit lässt sich schon fast alles machen, was man sich so ausdenken kann.

Das Rendering erfolgt relativ schnell, auch mit 1024 Samples. Man kann so fast live Änderungen vornehmen und weiterarbeiten.

Nun zum Wichtigesten: Die Software ist kostenlos, und obwohl sie in einer Alpha (Version 0.99.1) vorliegt, lief sie bis jetzt super stabil bei mir (ok, ein Test von einem Abend ist etwas kurz – Da kommt aber noch mehr, versprochen!). Das letzte Umdate fand am 12.03.2018 statt, ist also aktuell.

Ich mache mich mal auf die Suche, wie ich dem Entwickler einen Kaffee spendieren kann.

Paul der Chimp

Amigurumi Paul der Chimp

Hallo zusammen,

das hier ist Paul, der Schimpanse. Paul ist bei meiner ehemaligen Chefin eingezogen, quasi als Abschiedsgeschenk und um immer eine schöne Erinnerung in Ehren zu halten. Sie hat mir bereits geschrieben, dass Paul total auf Bananen abfährt. Aber das war ja eigentlich kaum anders zu erwarten, oder?

Pauls Anleitung ist super geschrieben, leider gibt es sie nicht mehr so ganz offensichtlich zu bekommen. Der Ersteller hat die Anleitung nämlich abgewandelt, jetzt finde ich das resultierende Amigurumi sie nicht mehr so knuffig. Aber überzeugt euch selbst:
https://amigurumi.today/naughty-monkey-amigurumi-pattern/

Wer ein bisschen pfiffig ist, kommt auch noch an die alte Anleitung, sogar mit den originalen Bildern. The Way Back Machine ist eine tolle Art, alte Sicherungsstände von Websites zu finden.
Gibt man hier die obenstehende Adresse ein, sagt einem TWBM, dass sie die Seite am 16.12.2017 gespeichert hat, siehe folgender Link:
https://web.archive.org/web/20171216222102/https://amigurumi.today/naughty-monkey-amigurumi-pattern/

Und da gab es dann tatsächlich noch die originale Anleitung (aus urheberrechtlichen Gründen kann ich diese hier natürlich nicht einfügen, sorry 🙁 )

Was haltet ihr davon?

Nadelfilz Debüt

Hella das nadelgefilzte Schaf

Nadelfilzen stand schon länger auf meiner (sehr langen und geheimen) Liste der noch auzuprobierenden Handarbeiten (zur Erzielung der Weltherrschaft 😉 ).
Dank Petra von Bastelfürst hat der Einstand wunderbar funktioniert. Sie hatte alles sehr professioniell vorbereitet und uns in einem Einführungskurs mit Grundwissen zu Wollarten, Farben, Nadeln und Techniken bestens versorgt. Hier sei noch einmal ein riesen Dank ausgesprochen!
Wir haben dann direkt mit einem eigenen Projekt angefangen, einem kleinen Schäfchen. Erst werden die einzelnen Körperteile gefilzt, dann verbunden und am Schluss bekommt das arme frierende Schaf noch echte Schafwolle. Gibt es eine bessere Art des Recyclings?

Auch wenn es ein paar mal laut „Au“ hieß, Blut ist keines geflossen, obwohl die Nadeln höllisch spitz sind. Beim Filzen ist halt auch ein bisschen Ruhe und Konzentration gefragt. Aber man kommt schnell in einen „flow“ und man genießt die meditative, wiederkehrende Bewegung und Arbeit. Erst Abends habe ich gemerkt, was ich getan habe. Schulter und Handgelenk haben schon ein wenig geschmerzt, so dass ich beim nächsten Mal definitiv ein paar Pausen mehr mit einbaue. Das war natürlich gestern nicht drin, da packt einen die Begeisterung und man will einfach nicht aufhören. Da ist es auch nicht hilfreich, wenn der Perfektionist in einem durchkommt. Auch das haben wir gelernt. Filzen ist eine tolle, vielfältige Arbeit, bei der man immer alles korrigieren, nacharbeiten oder umarbeiten kann. Ich bin einfach fasziniert.

Demnächst findet dann ein Großeinkauf in einem lokalen Woll-Laden statt. Mein Pinterest Board quillt schon über vor Inspirationen!

Generatoren für Freundschaftsbändchen

Mittlerweile ebbt der Hype für Freundschaftsarmbändchen schon langsam wieder ab. Eigentlich schade, die kurze Phase hat mir doch viel Freude bereitet. Manchmal musste ich schon grinsen, wenn ich an den typischen Schmuckständern in den verschiedensten Geschäften langgeschlichen bin. Die Bändchen haben wir früher selbst gemacht! Da waren die noch nicht so teuer 😉
Zugegeben, auch heute sind sie noch nicht teuer, besonders wenn man sie eben nicht im Laden kauft. Hätte ich die ganzen Bändchen, die ich früher auf dem Schulhof angefertigt habe, für den Preis verkauft…. meine Güte, ich wäre heute reich (und das nicht nur an Erfahrung). Hunderte von den Bändchen müssen es gewesen sein. Und wir sahen doch früher alle aus wie Wolfgang Petri, gebt’s doch zu! *lach*

Das schöne daran: Bei mir ist die Leidenschaft zu knüpfen geblieben. Ob ich die Freundschaftsbändchen auch mit 50 oder 60 Jahren noch tragen werde, weiß ich natürlich nicht. Aber wenn es so weitergeht mit mir, dann werde ich sie dann bestimmt noch knüpfen.
An Inspiration für Muster und Materialien mangelt es auf jeden Fall nicht. Bei Facebook und Instagram findet man jede Menge Personen und Gruppen, die dem gleichen Hobby nachhängen und täglich neue Kunstwerke präsentieren.
Hier möchte ich auch auf die Seiten http://www.braceletbook.com/ und http://friendship-bracelets.net/ hinweisen. Hier finden sich unglaublich viele Muster, die sich auch nach Anzahl an Fäden, Farben und Erstellern suchen lassen.
Zudem bieten beide Seiten einen eigenen Generator für „normale“, sowie Namens-Muster und sogar für Kumihimo. Die erstellten Muster wandern ins eigene Profil auf der Seite und können dort abgerufen werden.

Sammlung an Freundschaftsbändchen

Sammlung an Freundschaftsbändchen

Leider bin ich nicht ganz zufrieden mit dem Funktionsumfang der beiden Seiten, womit ich auch zum Grund für diesen Beitrag komme. Ist ein Muster erstellt, dann muss man es durch die Administration der Website genehmigen lassen. Außerdem kann man einmal erstellte Muster nicht mehr abändern oder Varianten (z.B. mit anderen Farben) erstellen. Aus Sicherheitsgründen macht das durchaus Sinn für die Website. Es wäre nicht schön, wenn es sinnlose oder anstößige Muster in die Sammlung schaffen oder es ein Muster gleich x mal gäbe. Den Datenmüll möchte niemand verantworten und aufräumen.
Leider macht es das für die Nutzer nicht immer einfach. Wie teile ich ein Muster? Wie erstelle ich eine Farbvariante? Wie ändere ich es im Nachhinein vielleicht noch einmal ab? Besonders schade finde ich auch, dass gerade bei http://friendship-bracelets.net/ nur sehr kleine Bilder zum Hochladen erlaubt sind. Meist erkennt man ein paar Farbkleckse… besonders schlimm, wenn das hochgeladene Foto schon keine gute Qualität hat. 50kb als Maximalgröße für ein Foto ist halt echt nicht mehr zeitgemäß 🙁

Bei meiner Recherche nach einer Lösung der Probleme bin ich auf den Bracelet Generator gestoßen. Hier finden sich tatsächlich alle Funktionalitäten die ich benötige. Die generierten Muster kann ich als Bilder oder wiederverwertbare .bracelet Dateien speichern und teilen. Die Erstellung der Muster geht leicht und schnell von der Hand und für zweifarbige Muster gibt es eine Zusatzfunktion, die aus einem gezeichneten Raster eine Musteranleitung generiert. Musterabschnitte, die gespiegelt sind, müssen nicht mehr per Hand gesetzt werden, sondern werden einfach gespiegelt generiert. Daher gibt es von mir eine klare Empfehlung für dieses Programm.

Ich denke ich werde mir eine Möglichkeit überlegen, die so erstellten Muster auf meinem Blog zur Verfügung zu stellen. Mein Traum ist immer noch ein eigener kleiner Almanach rund ums knüpfen. Wir werden sehen, was daraus wird 😉

Mein Malen nach Zahlen Experiment

Ich habe aktuell Urlaub und bin über etwas gestolpert, was ich in der Kindheit super gerne gemacht habe.
Ich wette ihr hattet die auch, unzählige Malen nach Zahlen Bilder mit Hunden, kleinen Katzen oder Pferden. Als Kind kann dir das Motiv dabei natürlich nicht bunt genug sein. Ich gebe zu, ich habe auch nicht vor den glitzernden oder nachtleuchtenden Varianten zurückgeschreckt. Als Erwachsener empfinde ich die aktuelle Auswahl von Ravensburger hingegen als sehr sehr kitschig. Es gibt zwar anspruchsvolle Bilder, aber auch diese zeigen in der Mehrheit immer noch Einhörner, quitschige Regenbögen oder wohlplatzierte, majestätische Löwen und Tiger. Ich denke man hört raus, dass dies eben nicht meinem Geschmack entspricht. Das fertige Bild möchte ich auch aufhängen können, umso wichtiger also, dass es mir über lange Zeit gefällt.

Mitlerweile gibt es Malen nach Zahlen, oder Paint by Number, wie es im Englischen heißt, nicht mehr nur ausschließlich von Ravensburger. Über Ebay und Amazon kann man relativ günstige Angebote mit sehr unterschiedlichen Motiven und Schwierigkeitsgraden finden. Die Bewertungen der Bilder schwanken dabei aber sehr stark, daher habe ich einen eigenen Test gestartet und mir folgendes Motiv bestellt:

Bild auf AliExpress Bild auf AliExpress

Die häufigsten Kritikpunkte sind, dass die Farben nicht korrekt seien und das fertige Bild dann garnicht mehr den Vorstellungen entsprochen habe. Ebenso haben viele Leute bemängelt, dass der Vordruck auf Leinwand oder Pappe verzogen oder nicht gut lesbar sei. Man muss dazu sagen, dass man einige Malen nach Zahlen Motive direkt bei verschiedenen Anbietern findet. Ich habe mir dann den Anbieter herausgesucht, der meiner Meinung nach am seriösesten aussah. Es kann aber schon sein, dass es entweder nur einen Vertrieb über verschiedene Kanäle gibt, oder dass sogar Plagiate im Spiel sind. Das sind aber alles nur Vermutungen.

Mein Paket wurde innerhalb von drei Tagen geliefert. 40x50cm bereits auf einen Holzrahmen aufgezogene Leinwand erwartete mich darin. Auf der Rückseite der Verpackung finden sich noch hilfreiche Tipps, leider sind nicht alle auf deutsch. Den kyrillischen Text kann ich also nicht bewerten 😉 Es wird auch darauf hingewiesen, dass die Farben nicht 100% mit der Abbildung übereinstimmen müssen… na da bin ich mal gespannt.

Inhalt der Malen nach Zahlen Packung

Inhalt der Malen nach Zahlen Packung

Neben dem (sauber gedruckten) Bild findet sich noch ein Übersichtsausdruck, 30 kleine Farbtöpfchen, 3 verschiedene Pinsel und Aufhängeösen in der Verpackung. Ich meine mich zu erinnern, dass bei den Kindermotiven früher immer nur ein einzelner Pinsel dabei war. Eigentlich entspricht das alles meinen Erwartungen und ich mache mich fröhlich ans Werk. Sofort kommen alte Erinnerungen hoch. Der Geruch der Farbe, der Zahnstocher, mit dem man in den Töpfchen rührt und die eifrige Suche nach der nächsten gerade gesuchten Zahl. Die Farben können und müssen tatsächlich mit reichlich Wasser verdünnt werden, sonst trocknen sie sehr schnell ein. Eine Pipette kann hier sehr hilfreich sein. Das Durchrühren hilft auch, die Farbpigmente gut zu verteilen.
Wie auf der Packung empfohlen, fange ich mit der hellsten Farbe an und arbeite mich immer von oben nach unten durch.

Step 1

Step 1

Step 2

Step 2

Dies sind Bilder nach den ersten Arbeitsstunden. Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie es damit weitergeht.

Weihnachtsbasteleien

Wenn es draußen (nicht) schneit, und man ein wenig Zeit hat, bevor die Familie zum Kuchenessen kommt, juckt es ganz schön in den Fingern, die bis jetzt liegengebliebenen oder länger gewünschten Projekte zu basteln.
Dieses Jahr habe ich mir gewünscht, dass sich etwas an der Dekoration über unserem Esstisch ändert. Das Stoffbanner, was ich vor 2 Jahren mal gemacht habe, gefällt mir immer noch, ich finde Stoff an der Wand hat was Gemütliches. Da jetzt aber zu Weihnachten noch ne Schippe Gemütlichkeit mehr dabei sein darf, gerne auch Thematisch passend, habe ich noch mal in der Stoffkiste gewühlt. Siehe da, vom Sternenbanner ist tatsächlich noch Stoff übrig. Nicht so lang, aber dennoch ausreichend. Bei Pinterest war schnell ein Motiv rausgesucht, ein Kranz aus Zweigen. Goldene Acrylfarbe habe ich auch noch zur Hand gehabt und die Holzleisten waren schnell im nahegelegenen Bau- und Werkzeughaus besorgt. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen:

Weihnachtsbanner

P.S.: Die Weihnachtsdeko für den Tisch habe ich am 19.12. gekauft. Meine Mutter und Schwester haben mich für verrückt erklärt. Das würde sich ja kaum mehr lohnen. Aber gerade da haben sie sich getäuscht. Ich habe auf sämtliche Weihnachtsdeko noch 50% Rabatt bekommen. Und ich meine 5 Tage vor Weihnachten ist auch noch genug Zeit, alles schön herzurichten, oder?
P.P.S.: Glühweihnbonbons! 😛 Ich trinke ja keinen Alkohol. Und eigentlich esse ich auch keinen. Aber wenn irgendwo kein Alkohol drin ist, dann in diesen Bonbons. Sie wecken Erinnerungen an meine Schulzeit, in der eine gute Freundin die immer auf dem Schulhof verteilt hat. Dieses Jahr habe ich sie zum ersten Mal selbst gekauft. Ganz schön teuer, die Dinger. Aber es geht ja um das Erlebnis.

Schon etwas vor Weihnachten wurde dieser niedliche kleine Eisbär hier fertig:

Amigurumi Eisbär

Und weil ihm wahrscheinlich ziemlich kalt sein dürfte, hat er auch einen passenden Schal bekommen.

Das nächste Projekt hat mich auch schon länger in den Fingern gejuckt. Vor mir ist ja bekanntlich keine handwerkliche Tätigkeit sicher. Diesmal ist es das Sticken. Ja ich weiß was ihr jetzt denkt. Das machen doch nur alte Leute. Mag sein. Und ja… ich bin auch frustiert, denn es scheint vorwiegend nur alte Motive zu geben. Oder welche, mit denen man nichts anfangen kann. Ich mag halt irgendwie doch keine bestickten Taschentücher haben, die aus Papier sind mir lieber. Dann habe ich aber doch auf Pinterest noch viele schöne Muster finden könne, hauptsächlich für Perlerbeads, hier auch HAMA oder Schmelzperlen genannt. Kennt ihr noch aus dem Kindergarten, oder? Die Muster eignen sich wunderbar.
Auch empfehlen kann ich die Stickgarne von Buttinette. Die haben schöne farblich auf einander abgestimmte Pakete, und weil ich die Stickgarne auch super für Macramee nutzen kann, habe ich direkt mal zugeschlagen.

Buttinette-Garne

Den Stickrahmen habe ich auch mitbestellt, genau wie den AIDAstoff. Den Stickrahmen habe ich tatsächlich einmal ausprobiert, muss aber sagen, dass er mich mehr behindert als mir hilft. Den Stoff habe ich jeweils mit halben Fäden, also je 3 von den 6 Fäden des Strangs bestickt. Das ist für den AIDAstoff mit 56 Löchern auf 10cm vollkommen ausreichend. Man kann wohl auch größer Sticken, dann würde ich aber den ganzen Faden verwenden und ihn nicht aufteilen.

Einen Tassenfuchs bitte

Diesen kleinen Fuchs hatte ich mir als erstes Versuchsobjekt ausgesucht, da dachte ich mir, kann nicht so viel schief gehen 😉
Das erste richtige Projekt dann sollte ebenfalls niedlich, und irgendwie größer werden. Das Einhorn hier hat nicht nur ein goldenes Glitzerhorn, sondern passt auch super in einen Bilderrahmen, der natürlich noch zu besorgen ist. Das Bild vom Bild folgt hoffentlich dann in Kürze.

Glitzer Einhorn

.

Oh, und bevor ich es vergesse, ich habe ja auch noch ein schönes Weihnachtsgeschenk bekommen. Schon länger habe ich mir im Internet Bilder von Sami-Armbändern angeschaut. Das ist traditioneller Schmuck der Samen, Nordschweden. Das Leder ist Rentierleder, der Knopf aus Rentierhorn. Der Draht ist gesponnener Zinndraht mit 4% Silberanteil. Muss ich dazusagen, dass man sowas hier in Deutschland nur sehr sehr schwer bekommen kann? Kaufen kann man die fertigen Bänder schon. Für ca. 70-80€. Aber wo wäre dann da der Spaß? Gottseidank habe ich einen Schwedenshop gefunden, der Bastelsets nach Deutschland verschickt. Das Paket kam pünktlich und zügig bei mir an. Ich habe mich gefreut wie eine Schneekönigin. Über die Herstellung von solchen Armbändern lasse ich mich dann noch einmal in einem gesonderten Post aus.

Sami Armband

Zum Schluss noch ein super Tipp für alle Leute, die wie ich an den Weihnachtstagen nach passenden Fotolocations für Selbstgebasteltes suchen. An klirrend kalten Morgenden sind die Autodächer echt wunderschön anzusehen. Ich habe mich aber mal auf mein eigenes Autodach beschränkt, die Nachbarn halten mich wahrscheinlich sowieso schon für seltsam, wenn ich immer mit der Kamera rumlaufe und irgendwelche kleinen Stofftiere fotografiere.

Hier noch eine Impression vom Autodach, etwa einen Monat her:

Autodach mit Eis

Joa, das war im Großen und Ganzen dann Weihnachten 😉