Nadelfilz Debüt

Hella das nadelgefilzte Schaf

Nadelfilzen stand schon länger auf meiner (sehr langen und geheimen) Liste der noch auzuprobierenden Handarbeiten (zur Erzielung der Weltherrschaft 😉 ).
Dank Petra von Bastelfürst hat der Einstand wunderbar funktioniert. Sie hatte alles sehr professioniell vorbereitet und uns in einem Einführungskurs mit Grundwissen zu Wollarten, Farben, Nadeln und Techniken bestens versorgt. Hier sei noch einmal ein riesen Dank ausgesprochen!
Wir haben dann direkt mit einem eigenen Projekt angefangen, einem kleinen Schäfchen. Erst werden die einzelnen Körperteile gefilzt, dann verbunden und am Schluss bekommt das arme frierende Schaf noch echte Schafwolle. Gibt es eine bessere Art des Recyclings?

Auch wenn es ein paar mal laut „Au“ hieß, Blut ist keines geflossen, obwohl die Nadeln höllisch spitz sind. Beim Filzen ist halt auch ein bisschen Ruhe und Konzentration gefragt. Aber man kommt schnell in einen „flow“ und man genießt die meditative, wiederkehrende Bewegung und Arbeit. Erst Abends habe ich gemerkt, was ich getan habe. Schulter und Handgelenk haben schon ein wenig geschmerzt, so dass ich beim nächsten Mal definitiv ein paar Pausen mehr mit einbaue. Das war natürlich gestern nicht drin, da packt einen die Begeisterung und man will einfach nicht aufhören. Da ist es auch nicht hilfreich, wenn der Perfektionist in einem durchkommt. Auch das haben wir gelernt. Filzen ist eine tolle, vielfältige Arbeit, bei der man immer alles korrigieren, nacharbeiten oder umarbeiten kann. Ich bin einfach fasziniert.

Demnächst findet dann ein Großeinkauf in einem lokalen Woll-Laden statt. Mein Pinterest Board quillt schon über vor Inspirationen!

Generatoren für Freundschaftsbändchen

Mittlerweile ebbt der Hype für Freundschaftsarmbändchen schon langsam wieder ab. Eigentlich schade, die kurze Phase hat mir doch viel Freude bereitet. Manchmal musste ich schon grinsen, wenn ich an den typischen Schmuckständern in den verschiedensten Geschäften langgeschlichen bin. Die Bändchen haben wir früher selbst gemacht! Da waren die noch nicht so teuer 😉
Zugegeben, auch heute sind sie noch nicht teuer, besonders wenn man sie eben nicht im Laden kauft. Hätte ich die ganzen Bändchen, die ich früher auf dem Schulhof angefertigt habe, für den Preis verkauft…. meine Güte, ich wäre heute reich (und das nicht nur an Erfahrung). Hunderte von den Bändchen müssen es gewesen sein. Und wir sahen doch früher alle aus wie Wolfgang Petri, gebt’s doch zu! *lach*

Das schöne daran: Bei mir ist die Leidenschaft zu knüpfen geblieben. Ob ich die Freundschaftsbändchen auch mit 50 oder 60 Jahren noch tragen werde, weiß ich natürlich nicht. Aber wenn es so weitergeht mit mir, dann werde ich sie dann bestimmt noch knüpfen.
An Inspiration für Muster und Materialien mangelt es auf jeden Fall nicht. Bei Facebook und Instagram findet man jede Menge Personen und Gruppen, die dem gleichen Hobby nachhängen und täglich neue Kunstwerke präsentieren.
Hier möchte ich auch auf die Seiten http://www.braceletbook.com/ und http://friendship-bracelets.net/ hinweisen. Hier finden sich unglaublich viele Muster, die sich auch nach Anzahl an Fäden, Farben und Erstellern suchen lassen.
Zudem bieten beide Seiten einen eigenen Generator für „normale“, sowie Namens-Muster und sogar für Kumihimo. Die erstellten Muster wandern ins eigene Profil auf der Seite und können dort abgerufen werden.

Sammlung an Freundschaftsbändchen

Sammlung an Freundschaftsbändchen

Leider bin ich nicht ganz zufrieden mit dem Funktionsumfang der beiden Seiten, womit ich auch zum Grund für diesen Beitrag komme. Ist ein Muster erstellt, dann muss man es durch die Administration der Website genehmigen lassen. Außerdem kann man einmal erstellte Muster nicht mehr abändern oder Varianten (z.B. mit anderen Farben) erstellen. Aus Sicherheitsgründen macht das durchaus Sinn für die Website. Es wäre nicht schön, wenn es sinnlose oder anstößige Muster in die Sammlung schaffen oder es ein Muster gleich x mal gäbe. Den Datenmüll möchte niemand verantworten und aufräumen.
Leider macht es das für die Nutzer nicht immer einfach. Wie teile ich ein Muster? Wie erstelle ich eine Farbvariante? Wie ändere ich es im Nachhinein vielleicht noch einmal ab? Besonders schade finde ich auch, dass gerade bei http://friendship-bracelets.net/ nur sehr kleine Bilder zum Hochladen erlaubt sind. Meist erkennt man ein paar Farbkleckse… besonders schlimm, wenn das hochgeladene Foto schon keine gute Qualität hat. 50kb als Maximalgröße für ein Foto ist halt echt nicht mehr zeitgemäß 🙁

Bei meiner Recherche nach einer Lösung der Probleme bin ich auf den Bracelet Generator gestoßen. Hier finden sich tatsächlich alle Funktionalitäten die ich benötige. Die generierten Muster kann ich als Bilder oder wiederverwertbare .bracelet Dateien speichern und teilen. Die Erstellung der Muster geht leicht und schnell von der Hand und für zweifarbige Muster gibt es eine Zusatzfunktion, die aus einem gezeichneten Raster eine Musteranleitung generiert. Musterabschnitte, die gespiegelt sind, müssen nicht mehr per Hand gesetzt werden, sondern werden einfach gespiegelt generiert. Daher gibt es von mir eine klare Empfehlung für dieses Programm.

Ich denke ich werde mir eine Möglichkeit überlegen, die so erstellten Muster auf meinem Blog zur Verfügung zu stellen. Mein Traum ist immer noch ein eigener kleiner Almanach rund ums knüpfen. Wir werden sehen, was daraus wird 😉

Mein Malen nach Zahlen Experiment

Ich habe aktuell Urlaub und bin über etwas gestolpert, was ich in der Kindheit super gerne gemacht habe.
Ich wette ihr hattet die auch, unzählige Malen nach Zahlen Bilder mit Hunden, kleinen Katzen oder Pferden. Als Kind kann dir das Motiv dabei natürlich nicht bunt genug sein. Ich gebe zu, ich habe auch nicht vor den glitzernden oder nachtleuchtenden Varianten zurückgeschreckt. Als Erwachsener empfinde ich die aktuelle Auswahl von Ravensburger hingegen als sehr sehr kitschig. Es gibt zwar anspruchsvolle Bilder, aber auch diese zeigen in der Mehrheit immer noch Einhörner, quitschige Regenbögen oder wohlplatzierte, majestätische Löwen und Tiger. Ich denke man hört raus, dass dies eben nicht meinem Geschmack entspricht. Das fertige Bild möchte ich auch aufhängen können, umso wichtiger also, dass es mir über lange Zeit gefällt.

Mitlerweile gibt es Malen nach Zahlen, oder Paint by Number, wie es im Englischen heißt, nicht mehr nur ausschließlich von Ravensburger. Über Ebay und Amazon kann man relativ günstige Angebote mit sehr unterschiedlichen Motiven und Schwierigkeitsgraden finden. Die Bewertungen der Bilder schwanken dabei aber sehr stark, daher habe ich einen eigenen Test gestartet und mir folgendes Motiv bestellt:

Bild auf AliExpress Bild auf AliExpress

Die häufigsten Kritikpunkte sind, dass die Farben nicht korrekt seien und das fertige Bild dann garnicht mehr den Vorstellungen entsprochen habe. Ebenso haben viele Leute bemängelt, dass der Vordruck auf Leinwand oder Pappe verzogen oder nicht gut lesbar sei. Man muss dazu sagen, dass man einige Malen nach Zahlen Motive direkt bei verschiedenen Anbietern findet. Ich habe mir dann den Anbieter herausgesucht, der meiner Meinung nach am seriösesten aussah. Es kann aber schon sein, dass es entweder nur einen Vertrieb über verschiedene Kanäle gibt, oder dass sogar Plagiate im Spiel sind. Das sind aber alles nur Vermutungen.

Mein Paket wurde innerhalb von drei Tagen geliefert. 40x50cm bereits auf einen Holzrahmen aufgezogene Leinwand erwartete mich darin. Auf der Rückseite der Verpackung finden sich noch hilfreiche Tipps, leider sind nicht alle auf deutsch. Den kyrillischen Text kann ich also nicht bewerten 😉 Es wird auch darauf hingewiesen, dass die Farben nicht 100% mit der Abbildung übereinstimmen müssen… na da bin ich mal gespannt.

Inhalt der Malen nach Zahlen Packung

Inhalt der Malen nach Zahlen Packung

Neben dem (sauber gedruckten) Bild findet sich noch ein Übersichtsausdruck, 30 kleine Farbtöpfchen, 3 verschiedene Pinsel und Aufhängeösen in der Verpackung. Ich meine mich zu erinnern, dass bei den Kindermotiven früher immer nur ein einzelner Pinsel dabei war. Eigentlich entspricht das alles meinen Erwartungen und ich mache mich fröhlich ans Werk. Sofort kommen alte Erinnerungen hoch. Der Geruch der Farbe, der Zahnstocher, mit dem man in den Töpfchen rührt und die eifrige Suche nach der nächsten gerade gesuchten Zahl. Die Farben können und müssen tatsächlich mit reichlich Wasser verdünnt werden, sonst trocknen sie sehr schnell ein. Eine Pipette kann hier sehr hilfreich sein. Das Durchrühren hilft auch, die Farbpigmente gut zu verteilen.
Wie auf der Packung empfohlen, fange ich mit der hellsten Farbe an und arbeite mich immer von oben nach unten durch.

Step 1

Step 1

Step 2

Step 2

Dies sind Bilder nach den ersten Arbeitsstunden. Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie es damit weitergeht.

Weihnachtsbasteleien

Wenn es draußen (nicht) schneit, und man ein wenig Zeit hat, bevor die Familie zum Kuchenessen kommt, juckt es ganz schön in den Fingern, die bis jetzt liegengebliebenen oder länger gewünschten Projekte zu basteln.
Dieses Jahr habe ich mir gewünscht, dass sich etwas an der Dekoration über unserem Esstisch ändert. Das Stoffbanner, was ich vor 2 Jahren mal gemacht habe, gefällt mir immer noch, ich finde Stoff an der Wand hat was Gemütliches. Da jetzt aber zu Weihnachten noch ne Schippe Gemütlichkeit mehr dabei sein darf, gerne auch Thematisch passend, habe ich noch mal in der Stoffkiste gewühlt. Siehe da, vom Sternenbanner ist tatsächlich noch Stoff übrig. Nicht so lang, aber dennoch ausreichend. Bei Pinterest war schnell ein Motiv rausgesucht, ein Kranz aus Zweigen. Goldene Acrylfarbe habe ich auch noch zur Hand gehabt und die Holzleisten waren schnell im nahegelegenen Bau- und Werkzeughaus besorgt. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen:

Weihnachtsbanner

P.S.: Die Weihnachtsdeko für den Tisch habe ich am 19.12. gekauft. Meine Mutter und Schwester haben mich für verrückt erklärt. Das würde sich ja kaum mehr lohnen. Aber gerade da haben sie sich getäuscht. Ich habe auf sämtliche Weihnachtsdeko noch 50% Rabatt bekommen. Und ich meine 5 Tage vor Weihnachten ist auch noch genug Zeit, alles schön herzurichten, oder?
P.P.S.: Glühweihnbonbons! 😛 Ich trinke ja keinen Alkohol. Und eigentlich esse ich auch keinen. Aber wenn irgendwo kein Alkohol drin ist, dann in diesen Bonbons. Sie wecken Erinnerungen an meine Schulzeit, in der eine gute Freundin die immer auf dem Schulhof verteilt hat. Dieses Jahr habe ich sie zum ersten Mal selbst gekauft. Ganz schön teuer, die Dinger. Aber es geht ja um das Erlebnis.

Schon etwas vor Weihnachten wurde dieser niedliche kleine Eisbär hier fertig:

Amigurumi Eisbär

Und weil ihm wahrscheinlich ziemlich kalt sein dürfte, hat er auch einen passenden Schal bekommen.

Das nächste Projekt hat mich auch schon länger in den Fingern gejuckt. Vor mir ist ja bekanntlich keine handwerkliche Tätigkeit sicher. Diesmal ist es das Sticken. Ja ich weiß was ihr jetzt denkt. Das machen doch nur alte Leute. Mag sein. Und ja… ich bin auch frustiert, denn es scheint vorwiegend nur alte Motive zu geben. Oder welche, mit denen man nichts anfangen kann. Ich mag halt irgendwie doch keine bestickten Taschentücher haben, die aus Papier sind mir lieber. Dann habe ich aber doch auf Pinterest noch viele schöne Muster finden könne, hauptsächlich für Perlerbeads, hier auch HAMA oder Schmelzperlen genannt. Kennt ihr noch aus dem Kindergarten, oder? Die Muster eignen sich wunderbar.
Auch empfehlen kann ich die Stickgarne von Buttinette. Die haben schöne farblich auf einander abgestimmte Pakete, und weil ich die Stickgarne auch super für Macramee nutzen kann, habe ich direkt mal zugeschlagen.

Buttinette-Garne

Den Stickrahmen habe ich auch mitbestellt, genau wie den AIDAstoff. Den Stickrahmen habe ich tatsächlich einmal ausprobiert, muss aber sagen, dass er mich mehr behindert als mir hilft. Den Stoff habe ich jeweils mit halben Fäden, also je 3 von den 6 Fäden des Strangs bestickt. Das ist für den AIDAstoff mit 56 Löchern auf 10cm vollkommen ausreichend. Man kann wohl auch größer Sticken, dann würde ich aber den ganzen Faden verwenden und ihn nicht aufteilen.

Einen Tassenfuchs bitte

Diesen kleinen Fuchs hatte ich mir als erstes Versuchsobjekt ausgesucht, da dachte ich mir, kann nicht so viel schief gehen 😉
Das erste richtige Projekt dann sollte ebenfalls niedlich, und irgendwie größer werden. Das Einhorn hier hat nicht nur ein goldenes Glitzerhorn, sondern passt auch super in einen Bilderrahmen, der natürlich noch zu besorgen ist. Das Bild vom Bild folgt hoffentlich dann in Kürze.

Glitzer Einhorn

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Oh, und bevor ich es vergesse, ich habe ja auch noch ein schönes Weihnachtsgeschenk bekommen. Schon länger habe ich mir im Internet Bilder von Sami-Armbändern angeschaut. Das ist traditioneller Schmuck der Samen, Nordschweden. Das Leder ist Rentierleder, der Knopf aus Rentierhorn. Der Draht ist gesponnener Zinndraht mit 4% Silberanteil. Muss ich dazusagen, dass man sowas hier in Deutschland nur sehr sehr schwer bekommen kann? Kaufen kann man die fertigen Bänder schon. Für ca. 70-80€. Aber wo wäre dann da der Spaß? Gottseidank habe ich einen Schwedenshop gefunden, der Bastelsets nach Deutschland verschickt. Das Paket kam pünktlich und zügig bei mir an. Ich habe mich gefreut wie eine Schneekönigin. Über die Herstellung von solchen Armbändern lasse ich mich dann noch einmal in einem gesonderten Post aus.

Sami Armband

Zum Schluss noch ein super Tipp für alle Leute, die wie ich an den Weihnachtstagen nach passenden Fotolocations für Selbstgebasteltes suchen. An klirrend kalten Morgenden sind die Autodächer echt wunderschön anzusehen. Ich habe mich aber mal auf mein eigenes Autodach beschränkt, die Nachbarn halten mich wahrscheinlich sowieso schon für seltsam, wenn ich immer mit der Kamera rumlaufe und irgendwelche kleinen Stofftiere fotografiere.

Hier noch eine Impression vom Autodach, etwa einen Monat her:

Autodach mit Eis

Joa, das war im Großen und Ganzen dann Weihnachten 😉

Anleitung Tatting Ohrringe

Ich habe letztens ein Bild von Spitzen-Ohringen im Netzt gefunden, welche ich unbedingt haben wollte. Leider waren die Schmuckstücke nicht käuflich erwerblich, daher habe ich mir meine Schiffchen geschnappt und versucht sie mir selbst zu basteln. Ich hoffe ihr könnt von dieser Anleitung ein wenig profitieren und selbst ein eigenes kleines Erfolgserlebnis feiern. Denn nichts ist schöner als selbst erstellter Schmuck, am besten direkt in der eigenen Lieblingsfarbe.
Voraussetzung für die Umsetzung dieser Anleitung sind Basisfähigkeiten in der Schiffchenarbeit. Es wird mit einem Schiffchen und dünnem Häkelgarn (ca. 3 Meter) gearbeitet, weiterhin benötigt ihr 22 Perlen und eine sehr feine Häkelnadel um die Pikots anzubinden.

Anmerkung: Ich habe die Fotos bei der Arbeit am 2. Ohrring gemacht. Neben gutem Licht mangelte es auch ein wenig an Konzentration, daher sind auf den Bildern im äußeren Arbeitsring 2 Perlen zu viel zu sehen. Ich habe sie einfach zum Ende der Arbeit mit einer Zange weggeknippst. Ich sage das nur der Vollständigkeit halber und damit niemand verwirrt wird durch die Bilder.

Plan Übersicht

Plan Übersicht

Anleitung Bild 1

Anleitung Bild 1


18 Perlen auf den Faden aufziehen. Wir arbeiten zuerst den inneren Ring aus. Dafür drei der Perlen auf den ersten Arbeitsring ziehen. Das sind die drei Perlen, die unten im inneren Ring liegen werden. Die 4 übrigen Perlen werden später von außen auf die Pikots aufgezogen.

Anleitung Bild 2

Anleitung Bild 2

Zuerst 3 Doppelknoten machen, dann 1 Pikot. Der Pikot muss groß genug sein, dass wir später eine Perle darauf ziehen können und noch Platz haben, damit wir mit der Häkelnadel den Pikot anbinden können.

Anleitung Bild 3

Anleitung Bild 3

Nach dem Pikot noch 3 weitere Doppelknoten, einen Pikot und dann 2 Doppelknoten machen. Nun die drei Perlen vor den nächsten Doppelknoten legen.

Anleitung Bild 4

Anleitung Bild 4

Mit dem Doppelknoten die 3 Perlen festsetzen.

Anleitung Bild 5

Anleitung Bild 5

Nach den Perlen noch 2 Doppelknoten, 1 Pikot, 3 Doppelknoten, 1 Pikot, 3 Doppelknoten arbeiten. Dann den inneren Ring zusammenziehen.

Anleitung Bild 6

Anleitung Bild 6

Beginn des 2. Rings, der Ring oben, hier wird später der Ohrring befestigt. In den Arbeitsring werden keine der Perlen gezogen.

Anleitung Bild 7

Anleitung Bild 7

Der obere Ring besteht aus 8 Doppelknoten. Sobald der Ring zusammengezogen wurde, können die Fäden verknotet werden. Das entlastet den Zug auf den nächsten, großen Arbeitsring, der die äußere Struktur aufbaut.

Anleitung Bild 8

Anleitung Bild 8

Nun kommt der letzte, der äußere Arbeitsring. Hier werden 3 Doppelknoten gearbeitet, dann wird eine der Perlen eingebunden. Wieder 3 Doppelknoten und eine Perle folgen, dann noch einmal 3 Doppelknoten.

Anleitung Bild 9

Anleitung Bild 9

Jetzt wird der erste der Pikots angebunden. Auf den Pikot wird eine Perle gezogen. Vor der Perle mit der Häkelnadel in die Schlaufe des Pikots einstechen und den Ringfaden durchziehen. Durch die Schlaufe des Ringfadens das Schiffchen ziehen.

Anleitung Bild 10

Anleitung Bild 10

Es folgen 3 Doppelknoten, 1 eingebundene Perle, 3 Doppelknoten. Auch der 2. Pikot der wie der 1. angebunden. Darauf kommen wieder 3 Doppelknoten, 1 eingebundene Perle, 3 Doppelknoten, 1 eingebundene Perle, 2 Doppelknoten. Wie bei der Spitze des inneren Rings werden auch hier beim äußeren Ring mehrere Perlen eingebunden, hier aber 5 statt 3.

Anleitung Bild 11

Anleitung Bild 11

In umgekehrter Reihenfolge wie beim Hinarbeiten vorgehen. Also nach dem Einbinden der 5 Perlen an der Spitze folgen 2 Doppelknoten, 1 eingebundene Perle, 3 Doppelknoten, 1 eingebundene Perle, 3 Doppelknoten, Anbinden des Pikots, 3 Doppelknoten, 1 eingearbeitete Perle, 3 Doppelknoten, Pikot anbinden, 3 Doppelknoten, 1 eingearbeitete Perle , 3 Doppelknoten, 1 eingearbeitete Perle , 3 Doppelknoten.

Anleitung Bild Final

Anleitung Bild Final

Nach dem Zusammenziehen des Rings müssen die Knoten noch ein wenig gerichtet werden. Dann kann man die losen Fäden verknoten und abschneiden. In den oberen Ring kann man einen Aufhänger, zum Beispiel einer Kette oder von Ohrringen befestigen.

Morris die Katze

Bild vom Amigurumi Morris die Katze

Vor kurzem hatte meine Mutter Geburtstag. Sie ist aus irgendeinem unerfindlichen Grund eine der wenigen Personen, die ich noch nie mit einem selbstgemachten Amigurumi beschenkt habe. Man sagt immer, dass sich Eltern (auch im hohen Alter (der Kinder)) immer über selbstgemachte Geschenke freuen. Den obligatorischen, selbstgetöpferten Aschenbecher mal ausgelassen. Den gab es mit 8 oder 9 Jahren und ich meine mich zu erinnern, dass er damals irgendwann „aus Versehen“ heruntergefallen ist 🙂
Ich hoffe also, ihr jetzt mit Morris, dem herausgeputzten Kater, eine kleine Freude zu machen.

Ich bin ganz glücklich eine schöne Anleitung für eine Katze gefunden zu haben. Mangel herrscht da jetzt nicht gerade dran, aber alle anderen Anleitungen und Amigurumis haben mir selbst nicht sonderlich gefallen. Eine Katze musste es aber auf jeden Fall sein, denn meine Mutter mag Katzen über alles. Früher hatten wir selbst einen Kater zuhause, Karlchen. Karlchen ist stolze 18 Jahre alt geworden und ich denke noch jetzt gerne daran zurück, wie ich mit ihm geschmust habe, oder er neben mir auf dem Kopfkissen geschlafen und dabei ganz leise geschnurrt hat <3 Der Kater und die zugehörige stammt nicht aus meiner Feder, sondern findet sich hier: Anleitung Gatito von http://amigurumies.blogspot.de
http://amigurumies.blogspot.de/2013/02/gatito.html
Die Anleitung ist auf Spanisch, das ist aber nur halb so schlimm. Wenn man Google anschmeißt, findet man schnell heraus, dass „pb“ die Abkürzung für punto bajo ist und eine feste Masche meint. „PC“ meint punto de cadeneta und ist eine Kettmasche. „Aumentar“ und „disminuir“ weist das Zu- und Abnehmen von Maschen aus, „repetir“ bedeutet wiederholen. Mit diesen 5 Vokabeln und ein bisschen Vorwissen lässt sich dann auch eine fremdsprachige Anleitung gut umsetzen, denn mehr ist ja an so einem Amigurumi auch nur in Ausnahmefällen zu tun.

Was mich am Endergebnis ein wenig enttäuscht hat, ist die Tatsache, dass das mit der Anleitung ausgelieferte Bild ein etwas wohlgeformteres Amigurumi zeigt, als ich es fabriziert habe. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass der Fehler hier nicht bei mir liegt. Das Bild ist so aufgenommen, dass der Katzenkörper nicht so lang aussieht, der Kopf schön Rund und eher breit als lang. Die Anleitung habe ich auch ganz kleinlich befolgt. Und noch etwas: Schon während ich die Füße hergestellt habe, habe ich mich gewundert, wie lang die sein sollten. Ich habe mit Absicht auf die letzten 2 Reihen verzichtet, sonst hätte ich nicht beide Füße nebeneinander unten am Körper festnähen können. Außerdem sollte man darauf achten, dass man den Katzenschwanz tief genug anbringt, damit die Nahtstelle den Körper nach hinten hin abstützt. Mein kleiner Morris* kippt leider immer leicht nach hinten, weil ich das nicht beachtet habe. Sollte ich die Anleitung also noch einmal nachhäkeln, würde ich den Kopf größer und die Füße kleiner machen.

* Wer sagt hier, Morris klingt ja wie der Name einer Maus?