Die letzten Tage mache ich mir ernsthafte Gedanken über meine Idee des Webdesigns.
Wenn ich in der Vergangenheit ein WordPress Template erstellt habe, habe ich zwanghaft versucht, alle Möglichkeiten zu bedenken, wie ein Nutzer seinen Inhalt veröffentlichen möchte. Und wenn er noch ein Bewertungssystem haben will? Klar, das muss auch mit rein! Eine Möglichkeit, das gepostete Bild noch auf Pinterest zu pinnen? Auf jeden Fall.

Damit verbunden ist die Angst, ich könnte ein Template abliefern, mit dem der Nutzer nicht alles tun und abbilen kann und er daher schnell zu einem anderen wechselt.
Ist diese Angst wirklich notwendig? Lässt man sich da nicht stark instrumentalisieren? Gerade im Social Media Bereich.

Was will der Nutzer/Kunde eigentlich wirklich darstellen? Natürlich gibt es hier keine einheitliche Antwort. Es wird wohl genug Menschen geben, denen es sehr wichtig ist zu zeigen, auf welchen anderen Social Media Plattformen sie noch unterwegs sind, und deren Seite sehr sehr viel darstellen können soll/muss.
Ich gebe hier mal ein paar Beispiele, ohne sie bewerten zu wollen. Es soll lediglich ein Eindruck vermittelt werden, wie viel auf solchen Webseiten los sein kann. Leider kann ich das Bild der Seite nicht mehr finden, die unter jedem Artikel knapp 100 Social Media Icons gestellt hat ;(

Anmerkung: Es tut mir leid, hier standen zwei Links und Bilder zu Seiten, die mitlerweile aus dem Netz entfernt worden sind. Bei Gelegenheit suche ich mal andere Beispiele raus und verlinke sie.

http://www.moovents.com/

Bild der Seite noupe.com von www.moovents.com

Der andere Ansatz

Es gibt auf der anderen Seite aber auch noch Leute, die entweder weniger Content darstellen wollen, oder sich einfach konsequenter auf den Content und die damit verbundene Aussage konzentrieren wollen.
Eine dieser Seiten habe ich in der letzten Woche gefunden und seitdem häufig angeschaut.

www.evanyou.me
Evan You - Startseite

Das bunte Band auf der Startseite ist ein toller Eyecatcher – Der erst richtig dadurch zur Geltung kommt, dass im Umfeld so viel Weißraum ist. Das Bild wird übrigens immer neu generiert wenn man auf die Seite kommt oder sie neu lädt.
Evan You - Blog

Sie bietet mit ihrem minimalistischen Design einen schönen Ruhepunkt für die Augen. Die Schriftart lässt sich gut lesen und das auch noch auf kleinen Bildschirmen. Doch was mir besonders gefallen hat ist die Tatsache, dass mir durch diese Website bewusst geworden ist, dass man einen Webauftritt vielleicht hin und wieder vom Content her aufbauen sollte. Natürlich ist das auch von der Zielgruppe abhängig. Eine Website für Kinder kann nicht nach dem gleichen Prinzip aufgebaut werden. Oder doch?

Was interessiert die Nutzer, was treibt sie an? Ich für mich kann diese Frage eigentlich ziemlich durchgängig für alle Lebenslagen damit beantworten, dass ich

  • mich für den Inhalt interessiere
  • nicht lange das Gewünschte suchen möchte
  • den Text doch bitte vernünftig lesen können möchte (Schriftart/Textgröße/Zeilenabstand)
  • mich viel zu oft von a nach b „verklicke“
  • häufig keine Zeit habe, mich lange mit einer Seite zu beschäftigen, auch nicht mit der Werbung
  • nur sehr sehr selten einen Beitrag „like“ oder „share“

Für mich könnte es viel mehr solcher Seiten geben, wie siehts mit euch aus?