Hella das nadelgefilzte Schaf

Nadelfilzen stand schon länger auf meiner (sehr langen und geheimen) Liste der noch auzuprobierenden Handarbeiten (zur Erzielung der Weltherrschaft 😉 ).
Dank Petra von Bastelfürst hat der Einstand wunderbar funktioniert. Sie hatte alles sehr professioniell vorbereitet und uns in einem Einführungskurs mit Grundwissen zu Wollarten, Farben, Nadeln und Techniken bestens versorgt. Hier sei noch einmal ein riesen Dank ausgesprochen!
Wir haben dann direkt mit einem eigenen Projekt angefangen, einem kleinen Schäfchen. Erst werden die einzelnen Körperteile gefilzt, dann verbunden und am Schluss bekommt das arme frierende Schaf noch echte Schafwolle. Gibt es eine bessere Art des Recyclings?

Auch wenn es ein paar mal laut „Au“ hieß, Blut ist keines geflossen, obwohl die Nadeln höllisch spitz sind. Beim Filzen ist halt auch ein bisschen Ruhe und Konzentration gefragt. Aber man kommt schnell in einen „flow“ und man genießt die meditative, wiederkehrende Bewegung und Arbeit. Erst Abends habe ich gemerkt, was ich getan habe. Schulter und Handgelenk haben schon ein wenig geschmerzt, so dass ich beim nächsten Mal definitiv ein paar Pausen mehr mit einbaue. Das war natürlich gestern nicht drin, da packt einen die Begeisterung und man will einfach nicht aufhören. Da ist es auch nicht hilfreich, wenn der Perfektionist in einem durchkommt. Auch das haben wir gelernt. Filzen ist eine tolle, vielfältige Arbeit, bei der man immer alles korrigieren, nacharbeiten oder umarbeiten kann. Ich bin einfach fasziniert.

Demnächst findet dann ein Großeinkauf in einem lokalen Woll-Laden statt. Mein Pinterest Board quillt schon über vor Inspirationen!